In einem Tweet, der so klingt, als wäre er von einem Motivationscoach für Polit-Amateure verfasst worden, ruft Donald Trump seine Anhänger in Tennessee’s 7th Congressional District dazu auf, für einen gewissen Matt Van Epps zu stimmen. Die Begeisterung ist groß – zumindest bei denen, die wissen, wer Matt Van Epps überhaupt ist.
Der Tweet selbst liest sich wie eine Mischung aus Wahlkampf-Rallye und verlorenem Zettel, den man in der U-Bahn findet. 'MAGA Warrior' – klingt martialisch, aber was genau macht Matt Van Epps zum Krieger? Kämpft er gegen hohe Steuern oder gegen die progressive Agenda? Oder einfach nur gegen das Vergessenwerden?
Interessant ist auch die Dringlichkeit, mit der Trump seine Anhänger zur Wahlurne treibt. 'GET OUT AND VOTE TOMORROW' – als ob das Schicksal der Nation von dieser einen Nachwahl abhängen würde. Vielleicht ist es ja auch nur ein Test, wie gut sein Einfluss in den sozialen Medien noch funktioniert.
Eines ist sicher: Die Demokratie lebt von der Beteiligung. Und wenn Trump seine Leute motivieren kann, auch für unbekannte Kandidaten zu stimmen, dann ist das zumindest ein Zeichen dafür, dass das System noch funktioniert. Auch wenn man sich fragt, ob die Wähler wissen, wofür sie eigentlich stimmen.